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Ausschüttungs-Versprechen steigen
Die Investitionspolitik der Initiatoren ändert sich. Der Anleger erwartet Rendite. Das Steuerargument zieht nicht mehr.
Standardmodelle will keiner mehr haben. Die Ausschüttung wird zum entscheidenden Verkaufsargument. Von 4,9 Prozent 1998
über 5,1 und 5,4 Prozent auf 5,6 Prozent stiegen im vergangenen Jahr die prognostizierten Ausschüttungen. Allerdings
wurde damit noch kein adäquater Ausgleich für den Rückgang der Steuervorteile aufgebaut. Dies spiegelt sich deutlich in
den Platzierungszahlen wider: Mit 2,03 Milliarden Euro haben die Anleger nur noch ein Drittel des Rekordwertes aus 1996
in deutsche Immobilienfonds gesteckt. Ganz anders ist die Ausschüttungsquote bei den USA-Immobilienfonds: Mit einer
durchschnittlichen Ausschüttung von 8,1 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent) konnte hier im vergangen Jahr sogar ein Rekordwert
markiert werden. Sicherlich ein entscheidender Grund für die gestiegene Nachfrage nach diesen Produkten.
Einen noch stärkeren Anstieg zeigten die Ausschüttungen bei den Schiffsbeteiligungen. Noch vor vier Jahren mit 3,8
Prozent im Schnitt sehr ausschüttungsschwach bringen es die Bulker, Tanker und Containertransporter auf mittlerweile
8,1 Prozent (nach 5,8 Prozent bei den 2000er-Fonds). Der große Sprung von 2000 auf 2001 ist jedoch nur zu einem sehr
kleinen Teil mit günstigeren Einkäufen zu erklären. Vor allem die vielfach genutzten günstigen Yen-Finanzierungen ließen
Ausschüttungsversprechen in die Höhe schießen. Einzige Ausnahme bei den sonst steigenden Ausschüttungsprognosen bilden
die Windkraftanlagen. Hier hat sich die versprochene Zahlung für das zweite Jahr nach Fondsauflage von 8,1 Prozent bei
den 1998er-Fonds auf 6,2 Prozent gesenkt. Gründe für den Rückgang sind langsam etwas vorsichtiger werdende
Prognoserechnungen und tendenziell schlechtere Standortqualitäten.
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