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Loipfinger-Ausblick

Das Jahr 2001 war von starken Veränderungen geprägt. Für 2002 kann in den meisten Bereichen allerdings darauf aufgebaut werden. So erreichten zum Beispiel die deutschen Immobilienfonds ein Niveau, das nur noch geringe Reduzierungen zulässt. Deshalb ist für dieses Jahr sogar mit einem leichten Anstieg zu rechnen.

Gründe dafür sind sicherlich auch die zahlreichen nur gering anplatzierten Fondsgesellschaften. Sie können die Übergangsregelung zum reduzierten Werbungskostenansatz nutzen (BMF-Schreiben vom 24. Oktober 2001). Vielleicht eröffnet auch die vom Bundesfinanzhof in diesem Jahr erwartete Entscheidung zum anschaffungsnahen Aufwand neue Möglichkeiten. Leicht bremsend wirkt der schwieriger gewordene Mietmarkt, der einige Anleger abschrecken könnte.

In Bezug auf die USA und Holland erreichten Auslandsfonds ein sehr hohes Niveau, das es zu halten gilt. Steigerungen sind im Bereich "sonstige Auslandsimmobilienfonds" zu erwarten. Ob mit Österreich oder anderen Ländern wird sich zeigen.

Bei den Leasingmodellen ist für 2002 wie bei den Publikumsfonds im Bereich Venture-Capital/Private Equity im Moment kein großes Steigerungspotenzial zu sehen. Erst ab 2003 könnten die Märkte für einen Aufschwung in diesen Bereichen bereit sein.

Das Platzierungsvolumen der Schiffsbeteiligungen hängt unter anderem von der weiteren Entwicklung an den Chartermärkten ab. Diese verunsichert viele Anleger. Zur Entlastung des Chartermarktes sollten die Anbieter auf zumindest einen Teil der extrem hohen Bestellungen verzichten, um das Angebot an Tonnage nicht noch weiter auszubauen.

Die Anbieter von Windkraftanlagen erwarten für 2002 deutliche Umsatzsteigerungen. Doch sind die Planwerte der meisten Anbieter von großem Optimismus geprägt. Mit einer Repräsentativität von 50 Prozent (Anbieter, die 50 Prozent des Marktvolumens bewegen, haben Planzahlen geliefert) ergibt sich hochgerechnet auf den Gesamtmarkt ein Planvolumen von einer Milliarde Euro. Dies entspricht dem 2,5-fachen des letztjährigen Kapitals. Das dazugehörige Fondsvolumen würde 3,2 Milliarden Euro betragen. Angesichts der immer spärlicher vorhandenen Standorte mit den notwendigen Windqualitäten dürfte das allerdings unmöglich sein. Einen Ausweg liefert das Ausland. Es könnte wie bei den Immobilienfonds zu einer echten Alternative werden. Sicherlich Potenzial, wenn auch erst ab 2003, bietet die Möglichkeit von Offshore-Windparks.

Medienfonds erhielten gerade zum Jahresende 2001 sehr negative Pressenachrichten. Bei einer Reihe von Anbietern ist es möglich, die ersten Ergebnisse mit den vor einigen Jahren versprochenen Zahlen zu vergleichen. Wie zu erwarten, fallen diese für die Anleger nicht immer zufriedenstellend aus. Dadurch kommt es so zu einer Marktbereinigung, von der andere Initiatoren stark profitieren. In der Summe ist bei den unternehmerischen Medienfonds ein Volumen ungefähr auf der 2001er Größenordnung möglich - selbst dann, wenn Medienfonds durch den Werbungskostenerlass, wie von einigen Steuerexperten befürchtet, allgemein die Produzenteneigenschaft genommen würde (Einstufung aller Anleger von Fondsmodellen als Anschaffer). Die meisten Anbieter haben 2001 zahlreiche Medienfonds anplatziert, um für 2002 noch "geschütztes" Volumen zur Verfügung zu haben.


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