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USA: Umsatzrückgänge

Mit einem Eigenkapitalvolumen in Höhe von 1,56 Milliarden Euro erreichte der Bereich der USA-Immobilienfonds zwar das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. Im Vergleich zum Rekordjahr 2002 stellt dies aber einen Rückgang um 25 Prozent dar. Verantwortlich für das Minus war die von vielen Marktteilnehmer beklagte Knappheit an guten und ausreichend rentierlichen Immobilien auf dem US-Markt.



Aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus haben die Cap-Rates (Mietrenditen) der US-Immobilien stark abgenommen. Umgekehrt wurden also vor allem von amerikanischen Investoren hohe Kaufpreise bezahlt, weil sie über die günstige Refinanzierung bei einem entsprechend hohen Fremdkapitalanteil immer noch eine sehr hohe Verzinsung ihres Eigenkapitals darstellen können. Für deutsche Initiatoren von USA-Immobilienfonds, die den positiven Leverage-Effekt nicht so stark ausnutzen können, hatte dies zur Konsequenz, dass bei vielen Objekten keine ausreichende Ausschüttung mehr dargestellt werden konnte. Diese Auswirkung ist auch bei den realisierten Fonds ablesbar: Mit 0,2 Prozentpunkten weniger im Vergleich zum Vorjahr ging die Anfangsausschüttung auf 7,8 Prozent zurück.

Neben dem Engpass bei der Produktbeschaffung ist ein weiterer Grund für den Umsatzrückgang im niedrigeren US-Dollar-Kurs zu sehen. Da als gewichteter Mittelwert in 2003 ein Umrechnungskurs von einem Dollar pro Euro verwandt wurde, ergab sich im Gegensatz zum Vorjahr (Umrechnungskurs: 0,94 Dollar pro Euro) ein auf Dollarbasis geringerer Schwund. Statt 25 Prozent auf Euro-Basis sind es auf US-Dollar-Basis nur 20 Prozent. Andererseits belegt der Erfolg der USA-Fonds die langfristige Kapitalfluchtabsicht und das Denken in Dollar. Denn sonst hätte die Abwertung des Dollar um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Höhepunkt des letzten Währungszyklus eher eine Zurückhaltung zur Folge haben sollen. So aber fällt der Vermögens- und Renditeverlust nicht auf.

Keine Überraschung ergab sich auf Platz eins der Platzierungshitliste. Nachdem die Deutsche Bank keinen neuen US-Fonds in 2003 auflegte, war der Weg für Jamestown wieder frei. Nach 1998, 1999, 2000 und 2001 lag die Truppe um Christoph Kahl wieder an der Spitze der Charts. Der eigentlich schon phänomenale Abstand zur Nummer zwei mit 120 Millionen Euro drückt allerdings nicht wirklich die wahre Platzierungskraft aus: Das Kapital von 296,8 Millionen Euro wurde in nur vier Wochen eingeworben. Die restlichen elf Monate des Jahres konnte der Jamestown-Vertrieb nur Kontakte pflegen. Hätte Christoph Kahl noch genügend Objekte für einen weiteren Fonds gefunden, dann wäre dieser sicherlich ebenso leicht platzierbar gewesen.

Geno Asset Finance heißt die neue Nummer zwei. Ganze 176,9 Millionen Euro konnte das Gemeinschaftsunternehmen der Genossenschaftsbanken und der Citibank mobilisieren. Gerade für USA-Fonds eine gute Kombination. Denn die Citibank verfügt als größte US-Bank über beste Einkaufskontakte. Für den Vertrieb in Deutschland steht die Großmacht der Volks- und Raiffeisenbanken. Beides bietet nach der Auflösung der bisherigen Genossenschaftsinitiatorin DG-Anlage eine noch ausbaufähige Position.

Völlig neue Dimensionen erreichte die US-Treuhand aus Darmstadt, die deshalb erstmalig auf dem Siegerpodest landete. Immerhin 170 Millionen Euro konnten hier mit zwei USA-Fonds eingesammelt werden. Dies entspricht im Vergleich zu den 51 Millionen Euro des Jahres 2002 einer guten Verdreifachung des Umsatzes. Wie bei Jamestown werden ausschließlich USA-Fonds angeboten. Diese Fokussierung auf eine Kernkompetenz hat auch zahlreiche Banken überzeugt.


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