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Österreich lockt
Bislang rangierten nach den US-Fonds immer die Holland-Immobilienfonds auf der
Auslandsfonds-Beliebtheitsskala der Anleger auf Platz zwei. In diesem Jahr erfreuten
sich aber die Österreich-Immobilienfonds eines größeren Zuspruchs bei Anlegern und
Beratern. Denn mit 353,6 Millionen Euro Anlegerkapital und 798 Millionen Euro
Fondsvolumen konnten erstmals die Angebote aus dem Land der Tulpen überholt werden.
Der Zuwachs von 187 Prozent spricht für sich.
Die Gründe für den Anstieg liegen zum einen in den im Vergleich zu Holland höheren
steuerlichen Freibeträgen. Zum anderen haben eine Reihe von Anlegern die
Möglichkeiten in den klassischen Investitionsländern schon ausgenutzt, so dass
ein neues Land mit neuen Freibeträgen sehr gut angenommen wird. Dazu kommt bei
vielen Anlegern die grundsätzliche Überlegung einer breiteren Streuung innerhalb
des Immobilienportfolios.
Die Chance nutzte die Hamburger MPC Münchmeyer Petersen Capital mit einem
Mammutfonds. Sie platzierte mit dem Millennium Tower den größten
Österreichfonds aller Zeiten. Das entsprach einem Platzierungsvolumen
in Höhe von 153,8 Millionen Euro beziehungsweise ein Fondsvolumen in
Höhe von 402,4 Millionen Euro. Der MPC-Österreich-Marktanteil erreichte
damit 43 Prozent.
Knapp ein Drittel dieses Volumens bewegte die Münchner ALCAS, die insgesamt
45,1 Millionen Euro einsammelte. Dahinter liegt SachsenFonds mit 39,0 Millionen
Euro und HCI Hanseatische Capital Invest mit 32 Millionen Euro.
Für 2004 dürfte sich das hohe Niveau reduzieren, da der MPC-Mammutfonds nicht
wiederholbar sein wird. Zudem ist der Markt Österreich relativ klein und
überwiegend auf Wien begrenzt.
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