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Medienfonds enttäuschten
Extrem weit klafften die Schätzwerte für das 2001er Ergebnis auseinander. An der Spitze der Erwartungen lag Victory. Sie
prognostizierten noch im Herbst ein Gesamtvolumen von 5 Milliarden Euro. Am Ende wurde aber aus dem erwarteten
fulminanten Anstieg sogar eine Reduzierung um 3 Prozent. Das heißt, das von Anlegern neu in Medienfonds investierte
Kapital verringerte sich von 2,11 auf 2,05 Milliarden Euro.
Gegenläufig war allerdings die Entwicklung beim damit finanzierten Fondsvolumen: Dieses hat sich um 21 Prozent auf
3,16 Milliarden Euro erhöht. Immer mehr Anbieter stocken das Eigenkapital der Anleger durch Fremdkapital auf, um
über den Leverage-Effekt die prognostizierte Renditeerhöhung zu erreichen.
Auch die Marktführerschaften wurden neu vergeben: Bei den leasingorientierten Modellen lag am Ende die LHI aus
München mit 270,2 Millionen Euro Eigenkapital an der Spitze der Hitliste. Dicht gefolgt von der Hannover Leasing
mit 232,9 Millionen Euro und dem 2000er-Marktführer ALCAS/KGAL mit noch 151,2 nach 414,3 Millionen Euro. Die
Bayerische Immobilien Leasing, die als Tochter der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank zusammen mit einer Tochter
der Deutschen Bank den größten Leasingfonds aller Zeiten auflegen wollte (maximales Volumen 1,2 Milliarden Euro),
brachte es am Ende doch nur auf 149,3 Millionen Euro.
Wechsel in den Spitzenplätzen gab es auch bei den unternehmerischen Fonds. Bisher dominierte hier die Münchner
Cinerenta den Markt. Sie hat aber von 170,2 auf 112,5 Millionen Euro stark verloren und landete damit auf Platz vier
im Anbieterranking. An die Spitze setzte sich fast aus dem Stand die Münchner ALCAS/KGAL mit 202,2 Millionen Euro.
Schon etwas dahinter positioniert ist die Düsseldorfer Mediastream aus der Gruppe Ideenkapital mit 141,4 Millionen
Euro zu finden. Es folgt die Commerzbank AG. Sie initiierte erstmals ohne ihre Tochter CFB einen Medienfonds, in
den Anleger insgesamt 140 Millionen Euro investierten.
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