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Schiffsmarkt: Gute Zahlen
Bei Schiffsbeteiligungen wurde die Nordcapital zum ersten Mal Marktführer. Das Anlegerkapital der Hamburger betrug im
vergangenen Jahr 215,4 Millionen Euro. Der langjährige Marktführer HCI fiel mit einem deutlichen Umsatzrückgang auf Platz
drei zurück. Nach 197,9 Millionen Euro in 2000 sammelten die Jorker nur noch 132,9 Millionen Euro ein. Die Nummer zwei
der Platzierungsliste kommt aus München: die Conti-Gruppe sammelte 149,4 Millionen Euro ein, obwohl sie zum Jahresende
teilweise keine Produkte anzubieten hatte. Platz vier und fünf erreichten Dr. Peters aus Dortmund (125,9 Millionen Euro)
und MPC Münchmeyer, Petersen Capital aus Hamburg (120,1 Millionen Euro). Bei MPC ist der hohe Einsatz von Fremdkapital
auffällig. Gemessen am Fondsvolumen liegen sie durch ihn - mit 549,4 Millionen Euro - sogar noch vor Nordcapital mit
534,1 Millionen Euro.
Sehr auffällig an den Schiffsstatistiken ist die Entwicklung bei den Herstellerländern. So konnte Korea seinen
Marktanteil von 45 Prozent in 2000 auf 69 Prozent im Folgejahr steigern. Das bedeutet: Zwei von drei Euro, die über
Schiffsbeteiligungen investiert werden, landen bei Werften in Korea. Den - kleinen - Rest teilen sich Deutschland,
Japan, Polen und einige andere Länder. Deutsche Werften kommen mit zehn Prozent gerade mal auf ein Drittel jener
Bestellquote, die sie noch vor vier Jahren verbuchten. Von einer Schaffung neuer oder Erhaltung bestehender
Arbeitsplätze in deutschen Werften kann jedenfalls sicher nicht mehr gesprochen werden.
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