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Anlagehorizont erfordert Sorgfalt
Augen auf beim Häuslekauf - dieser Grundsatz reicht beim Erwerb von Gewerbeimmobilien als Kapitalanlage nicht aus.
Institutionelle Investoren, erst Recht wenn sie Geld von Anlegern investieren, bedienen sich der sogenannten
Due Diligence.
Es ist ein Analyse- und Prüfverfahren. Dabei werden die wirtschaftlichen, technischen, steuerlichen und rechtlichen Fakten
einer Objekt-Akquisition untersucht.
Zunächst aber muss geklärt werden, ob es der Anlagestrategie des Investors entspricht. Aspekte wie Ertrags-, Substanz- und
Verkehrssteuern sowie Haftungsrisiken beeinflussen die Höhe des Kaufpreises. Auf der rechtlichen Seite sind die
Grundbucheintragungen, Miet- oder Pachtverträge sowie baurechtliche Genehmigungen zu untersuchen.
Zur wirtschaftlichen Due Diligence zählt die Untersuchung des Makro- und Mikro-Standortes. Wichtige Fragen sind: Wie sieht
die Wirtschaftstruktur aus? Welche Stadtentwicklungs-Maßnahmen sind geplant? Überzeugt die Infrastruktur? Ins Kalkül
gezogen wird auch, ob Konkurrenzobjekte gebaut oder große Bestands-Flächen frei werden. Ausschlaggebend ist ferner das
Wertentwicklungs-, Miet- und Renditepotenzial sowie die Qualität der Nutzer hinsichtlich Bonität, Zufriedenheit und
Fluktuation. Diese Prüfpunkte ergänzen Angaben zu Flächeneffizienz und Betriebskosten, deren Höhe die Nutzer nicht
verschrecken dürfen. Die Technik-Prüfung umfasst Bausubstanz, Architektur, Alter, Nutzungsart, Raumflexibilität, und
Rastermaß ebenso wie Bau- und Ausstattungsqualität und Haustechnik mit Be- und Entlüftung, Heizung, Brandschutz und
Sicherheitseinrichtungen.
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