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Contracting-Modelle
Das Energieliefer-Contracting (auch Anlagen-Contracting genannt) ist mit über 90 Prozent die häufigste
Contracting-Variante, weiß Frank Stoppa vom Verband für Wärmelieferung (VfW). Meist handelt es sich dabei um
Wärme-Lieferung, doch auch die Versorgung mit Strom, Kälte oder Druckluft ist möglich. Investor und Versorger
ist immer der Anbieter und nicht der Gebäudeeigentümer. Solche Verträge haben Laufzeiten von 10 bis 15, in
Einzelfällen bis zu 20 Jahren. Nach Vertragsende bleibt der Contractor Eigentümer der Anlage.
Beim Energieeinspar-Contracting versucht die Contracting-Firma, Einsparpotentiale an verschiedenen
Stellen im Gebäude zu finden und finanziert entsprechende Umbauten. Ziel ist es, dass sich die Investitionen
nach drei bis zehn Jahren amortisieren. Wird der Nutzer nicht schon mit Vertragsbeginn an den finanziellen
Einsparungen beteiligt, wirken sich die Vorteile erst nach Ablauf der Amortisation der vom Contracting-Anbieter
getätigten Investitionen aus. Lohnend ist Energieeinspar-Contracting meist nur bei Bestands-Immobilien im
gewerblichen, industriellen und kommunalen Bereich.
Beim Finanzierungs-Contracting bleibt der Energie-Nutzer Eigentümer und Betreiber der Anlage. Der Contractor
stellt lediglich die Anlage bereit und erhält dafür ein Entgelt vom Nutzer.
Beim Betriebsführungs-Contracting (auch technisches Anlagen-Management genannt) ist der Contracting-Anbieter
Betreiber, nicht jedoch Lieferant der Energie. Er finanziert sich aus einer Betreiber-Pauschale. Ziel ist es - wie
beim Einspar-Contracting - die Effizienz der Anlage zu erhöhen und dadurch die Energiekosten zu senken. Die
Vertragslaufzeiten sind bei dieser Variante meist sehr kurz.
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