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Mehr Platz pro Person
Auch nach 2012, wenn die deutsche Bevölkerung bereits abnimmt, wird der Studie zufolge die
Anzahl der Haushalte weiter zunehmen. Grund: Im durchschnittlichen Haushalt werden immer
weniger Personen leben. Auch dies hat demografische Gründe: Ältere Menschen leben
üblicherweise in Ein- oder Zweipersonenhaushalten. Erst ab 2020, so die Studie,
wird auch die Zahl der Haushalte langsam sinken, die Zahl der benötigten Quadratmeter
aber erst ab dem Jahr 2030, weil jeder Mensch immer mehr Wohnfläche bewohnt. Im Jahr
2050 wird es sieben Prozent weniger Haushalte geben als im Jahr 2020, das hier den
Höchststand markiert.
Ältere Menschen werden in Zukunft größere Wohnungen nachfragen. Diese positiven
Nachfrageeffekte erscheinen auf den ersten Blick überraschend. Denn heute ist die
durchschnittliche Wohnung eines 70-jährigen Hauhaltsvorstands rund 20 Prozent kleiner
als die eines heute 50-Jährigen. Aber: Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt,
dass Menschen ab dem mittlerem Alter später weniger mobil und kaum noch bereit sind,
in eine kleinere Wohnung zu ziehen - auch dann nicht, wenn die Kinder bereits aus dem
Haus sind. Der heute 70-Jährige hat vor 20 Jahren eine kleinere Wohnung bewohnt als
der heute 50-jährige. Dieser wird deshalb voraussichtlich auch in 20 Jahren eine
größere Wohnung haben als der heute 70-Jährige.
Unwägbarkeiten wie etwa die künftige Eigenheimförderung, die Höhe der
Sozialversicherungsbeiträge, Entwicklung von Einkommen und Gesamtwirtschaft
könnten den Experten zufolge allerdings zu einer von diesen Prognosen
abweichenden Nachfrageentwicklung führen. Die Fachleute haben deshalb
auf Basis der Daten des statistischen Bundesamtes auch eine konservative
Prognose durchgerechnet: demnach werde die Flächennachfrage bis zum Jahr
2050 fünf Prozent unterhalb der des Jahres 2000 liegen, wenn die
Lebenserwartung nur noch geringfügig zunimmt und die jährliche Zuwanderung
bei lediglich 100.000 Menschen pro Jahr liegt.
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