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Nachfrage steigt weiter
Die Nachfrage nach Wohnraum wird noch über viele Jahre hinweg steigen - trotz
sinkender Geburtenraten. Der Büroimmobilienmarkt wird dagegen von der demografischen
Entwicklung früher und möglicherweise stärker betroffen sein. Dies haben Experten der
Deutsche Bank Research in einer akribisch mit Zahlenmaterial des statistischen Bundesamts
unterlegten Studie herausgefunden.
Zwar klingen Einschätzungen, die einen baldigen Crash bei Wohnimmobilien vorhersehen,
auf den ersten Blick durchaus plausibel. Weniger Menschen brauchen auch weniger Wohnraum,
könnte man meinen. Deutschland müsste es sogar besonders hart treffen, denn hier sind die
Frauen noch gebärunfreudiger als in anderen Industrienationen. Nur rund 1,4 Kinder bekommen
sie im Schnitt. Um die Bevölkerung konstant zu halten, wären 2,1 nötig.
Doch der Bedarf an Wohnraum hängt nicht nur von der Geburtenrate, sondern von etlichen weiteren
Einflussfaktoren ab. Trotz geringer Geburtenraten wird die Bevölkerung in Deutschland noch viele
Jahre lang weiter zunehmen. Zum einen, weil jedes Jahr etwa 200.000 Personen zuwandern, zum
anderen, weil die Lebenserwartung steigt. Und zwar auch in Zukunft jedes Jahr um fast zwei
Monate. Erst im Jahr 2020 wird sich dieser Prozess nach Schätzungen des Statistischen
Bundesamtes auf einen Monat pro Jahr verlangsamen. Denn dann ist das Verbesserungspotenzial
der medizinischen Versorgung weitgehend ausgeschöpft. Die Konsequenz dieser Entwicklung:
Bis zum Jahr 2012 wird die Bevölkerungszahl auf den Spitzenwert von 83,5 Millionen steigen
und erst dann langsam abnehmen - auf 75,1 Millionen im Jahr 2050.
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