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Diversifikationspotenziale

Zum Stichwort "Auslandsinvestments", die wir in "Der Immobilienbrief" durchaus schon öfter kritisch gesehen haben, hat "Der Immobilienbrief" sich mit Martin Jochem, GF-Sprecher der DEGI Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH (Allianz-Dresdner-Immobiliengruppe) in Verbindung gesetzt. Jochem sieht die gezielte Nutzung der zyklischen Immobilienmarktverläufe bei Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen als einen wesentlicher Aspekt der Diversifizierung von Risiken auf Portfolioebene. Im internationalen Kontext sind die sich bietenden Diversifikationspotenziale größer als bei einer ausschließlich auf ein Anlageland - wie zum Beispiel Deutschland - fokussierten Investitionsstrategie. Aus diesem Grund ist hinsichtlich der Risikostreuung eine Beimischung internationaler Investments sicherlich von Vorteil.

Hinzu kommt, dass das an ausländischen Investitionsstandorten zu erzielende Renditeniveau in vielen Fällen tendenziell über dem an deutschen Büromärkten liegt. Die DEGI hat sich zunächst auf europäische Metropolen konzentriert, weil insbesondere für den DEGI INTERNATIONAL ein solides Europaportfolio wichtig erscheint. Doch nach Abschluss wird für diesen offenen Immobilienfonds auch eine Renditesteigerung durch Engagements unter anderem in Asien, Latein- und Nordamerika angestrebt. Wichtig ist, dass bis Ende dieses Jahres rund 85 Prozent der Mittel für den DEGI INTERNATIONAL in Immobilien investiert sein werden und die Liquiditätsquote nur bei 15 Prozent liegt.

Deutschland: Strukturelle Probleme
Als weiteren Grund für ausländische Engagements räumt Welter von der DGI auch einen Mangel an geeigneten Objekten in Deutschland aufgrund der konjunkturellen Situation ein. Das favorisierte Land der offenen Fonds ist nach einer Studie der Berliner Zitelmann PB GmbH und der Dr. Lübke GmbH im genannten Zeitraum mit Abstand Frankreich. Mit einem Wert von 63 lag es vor Großbritannien und Italien mit 25 beziehungsweise 24 sowie Spanien mit 19 und den USA mit 18 Punkten. Polen als Vertreter der EU-Beitrittsaspiranten schnitt mit nur drei Punkten am schlechtesten ab.

Die erweiterten Anlagemöglichkeiten nach dem 4. Finanzmarktförderungsgesetz haben laut Studie die Anlagepräferenzen noch nicht tangiert. Werner Welter will aber nach einer Erholung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland auch wieder mehr in der Heimat investieren.

Büros sind Anlagefavoriten
Bürogebäude sind nach einer Untersuchung von JLL weiterhin die Anlagefavoriten. Doch der Anteil von 49 Prozent der Mittel im Jahr 2002 ging in diesem Jahr auf 46 Prozent zurück. Hier dominieren die größten Einzelinvestitionen. Spitzenreiter war die DIFA, die in Paris 130 Millionen Euro in eine Büroimmobilie investierte. Da stellt sich die Frage, inwieweit solche Investitionen noch handelbar sind.


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