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Investment-Standort Ungarn

Von Frank Peter Unterreiner, freier Journalist (u. a. FAZ-Immobilienbeilagen)

Die Metropole Budapest ist nicht nur eine Stadt mit architektonischen Finessen, auch für Investoren wird sie zunehmend interessant.  
Ungarn ist im Visier der deutschen Entwickler und Investoren. Nachdem die anfangs sehr hohen Knappheitsmieten für Büroräume auf ein vernünftiges Maß gesunken sind und das Land - auch dank seines Wirtschaftswachstums und der soliden Finanzpolitik - zu den ersten osteuropäischen Beitrittsländern gehört, geben sich insbesondere in Budapest auch konservative Investoren die Klinke in die Hand.

Spinathaus soll general-saniert werden
Allein die Bayerische Hausbau startete im November 2002 zwei Projekte in der Hauptstadt. Direkt an der Donau, zu Füßen der Kettenbrücke, erwarb sie ein hässliches Bürogebäude aus den siebziger Jahren - der Volksmund nennt es aufgrund seiner Farbe das "Spinathaus". Für rund 80 Millionen Euro wird es bis Mitte 2004 generalsaniert (Anmerkung der "Der Immobilienbrief"-Redaktion: Und hoffentlich neu gestrichen). Die Büroflächen sollen für 20 bis 22 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Interessant: Die Allianz Immobilien hat ein Auge auf das Projekt geworfen, Vertreter von ihr wohnten einem Festakt zu Beginn der Umbauarbeiten bei.

Hochpreis-Luxuswohnungen an der Burg
In eine für Budapester Verhältnisse ganz neue Preisdimension stößt die Bayerische Hausbau mit ihrem Projekt "Wohnen an der Burg" vor. Bis zu 5.300 Euro pro Quadratmeter kosten die luxuriösen Wohnungen auf der Budaer Burg in einem sanierten Altbau und einem Neubau, 40 bis stolze 240 Quadratmeter beträgt die Größe der Wohnungen.

Die Bayerische Hausbau realisierte in Budapest bereits den MOM-Park, bestehend aus drei Bürotürmen, einem Einkaufszentrum mit Multiplexkino und mehreren Wohngebäuden. Die IVG und die ECE sind ebenfalls schon vertreten, die DB Real Estate platzierte in diesem Jahr den ersten geschlossenen Immobilienfonds in der ungarischen Hauptstadt. Der offene Fonds "Global" der DB Real Estate hat bereits letztes Jahr eine Landmark-Immobilie in Budapest sowie Büroneubauten erworben. Für Joachim Seeler, Geschäftsführer von HGA Capital, ist dies Grund genug, den Gang nach Pécs zu wagen.

Neues Einkaufszentrum in Pécs
Dort realisieren HGA und die ECE seit Oktober gemeinsam ein Einkaufszentrum. Ab Februar soll es - eingebracht in einen geschlossenen Immobilienfonds - Kapitalanlegern zur Zeichnung angeboten werden. Seelers Begründung für das Engagement in Südungarn: Während in Budapest bereits mehrere Einkaufszentren um die Gunst der Käufer buhlen, ist dies in Pécs das erste Vorhaben. Das Einzugsgebiet beziffert er auf 560.000 Einwohner. In Budapest ist Seeler trotzdem auf der Suche nach einem Bürogebäude - mal sehen, ob er sich mit den Herren der Allianz-Immobilien in die Quere kommt.

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